Mein Elternhaus

Einige denken vielleicht, was redet die denn, hat doch eh keine Ahnung was so alles passieren kann. Doch, ich habe auch ein wenig Ahnung davon, was es bedeutet �berleben zu wollen.� Die n�chsten Abschnitte werden ein wenig dar�ber sein. �ber das, was zerst�ren kann und dar�ber wie man trotz allem den Lebensmut nicht zu vergessen braucht. Keine Angst, zu Detailgetreu wird es nicht werden. Man muss nicht alles�schreiben. Oft reicht es schon aus ein Thema anzurei�en. Und das wird hier auch nur getan. Ein grober Umriss des Ganzen. Am Besten fange ich im Elternhaus an. Ja ich weiss, vielen erging es da nicht gut. Und ich kann auch euren Hass auf eure Eltern, oder einem Elternteil gut verstehen. Doch Hass birgt auch Gefahren. Die Gefahr sich selbst darin zu verlieren. Ich bin noch sehr weit davon entfernt meiner leiblichen Mutter auch nur Ansatzweise zu vergeben. Mir w�re es lieber ihr es mit gleicher M�nze heimzuzahlen. Doch was bringt mir das? Nur, dass ich mich selber st�re mit dieser Haltung. Ich weiss das und trotzdem bin ich zur Zeit nicht bereit dies zu �ndern. Eines Tages jedoch werde ich soweit sein und dann sagen: Ich vergebe Dir. Eines Tages.......���

�Und damit ihr nachvollziehen k�nnt was ich meine hier nun einen kleinen Einblick in mein "zu Hause" als Kind. �Unsere Mutter war auf Grund des ihr wiederfahrenden Mi�brauchs sehr gest�rt, gewaltt�tig und dem "Kult" h�rig. Sie hatte nie den Absprung geschafft. Klar, das entschuldigt in keinster Weise ihr Verhalten und das was sie uns angetan hatte. Und ich billige dies nicht eine Sekunde lang. Denn als Erwachsene hat man durchaus die Wahl wie man sich verh�lt anderen gegen�ber. Gerade denen gegen�ber die hilflos sind, so wie es Kinder sind. Neben vielen Prellungen und einigen Br�chen, die entstanden waren als sie mich zum wiederholten Male an die Wand geworfen hatte oder in die Ecke gepr�gelt hatte, was beinahe t�glich vorkam gab es auch eine ganz andere Variante des k�rperlichen Mi�brauchs der nicht im Sexuellem liegt. Da so ein "Kult" gerne Kinder benutzt die schon zu Hause so eine Art Training durchlaufen sind fand dieses Training nat�rlich bei uns zu Hause statt. Ein Teil davon war das Ekeltraining. Ich nenne es heute so. Keine Ahnung ob das so genannt wird. Am Anfang war es beinahe unertr�glich und nicht nachvollziehbar warum. Ich hatte mal wieder den ganzen Tag erbrochen und mein Vater rief den Arzt da es mir wirklich schlecht ging. Das Kind h�tte Schwierigkeiten mit dem Magen. Schon seit Geburt. Nicht dass ich verdorbenes Essen runterw�rgen mu�te, Urin trinken auf leerem Magen am Nachmittag. Es gab nichts zu Essen f�r mich denn ich war mal wieder unartig. Wenn ich erbrechen musste, musste ich es selber aufwischen oder manchmal auch wieder essen. Es wurde dann auf einen Teller gelegt. Ich durfte nicht eher aufstehen bevor der Teller nicht leer war. Tat ich es doch oder versuchte zu tricksen mit dem "Essen" und wurde dabei erwischt schlug unsere Mutter mich gr�n und blau. Ich lernte schnell mich nicht�zu �bergeben. Es wurde egal was man essen musste und was man trinken musste. Nach einer Weile stumpften wir Kinder ab. Es wurde egal was man essen musste und was man trinken musste. Kinder entwickeln sehr viel Phantasie um dem noch etwas Gutes nachzuempfinden. So hielten wir das auch. Wir, das sind meine Geschwister. Keine von uns war dem ausgenommen. Warum auch? F�r diesen "Kult" war es einfach alle Kinder aus einer Familie zu nehmen. Als Kind redet man dar�ber auch nicht. Darauf komme ich sp�ter zur�ck warum wir dar�ber nicht gesprochen haben. Das ist ein anderes Thema. 

Heute fragt man sich, warum es niemanden aufgefallen ist, dass wir st�ndig irgentwelche heftigeren Verletzungen hatten. Vielleicht w�rde heute ein Lehrer, eine Lehrerin eventuell etwas unternehmen um zu helfen. Ich bezweifle dies jedoch. Diese Verantwortung wird heute genauso wenig wahr genommen wie damals. Gravierende Verletzungen wurden mit Treppenst�rzen, vom Baum gefallen, sich gepr�gelt haben, von der Schaukel gefallen und so weiter erkl�rt. Und es wurde akzeptiert. Stillschweigend. Still haben wir hingenommen was zu Hause lief. Um dem zu entgehen habe ich den Schmerz, der ein t�glicher Begleiter war, abgespalten. So vollst�ndig, dass ich nicht mehr gemerkt hatte, dass zum Beispiel mein Schl�sselbein gebrochen war. Sobald sie wieder anfing uns zu schlagen "wechselte" ich in den Status �ber. Es tat so nicht weh. Denn weinen durfte man nat�rlich auch nicht. Daf�r gab es extra. Es war wichtig nichts mehr zu sp�ren, da sonst anderes zu weh getan h�tte. Die Schl�ge seitens unserer Mutter, selbst das an die Wand geworfen werden, war nicht so schlimm wie das was da noch so war. Dazu aber auch sp�ter. Was ich nun schreibe hat man mir sehr viel sp�ter erz�hlt. Ich selbst habe an das Babyalter keine Erinnerung. Als Baby wurde ich schon geschlagen, nicht beachtet von der eigenen Mutter. Sie hat uns geha�t. Uns, das sind meine Zwillingsschweser und ich. Und uns das auch deutlich gezeigt. Wir waren ihr im Weg. Waren f�r den Kult wichtiger wie sie es war. Dies nahm sie uns �bel und machte uns daf�r verantwortlich. Unsere Oma m�tterlicherseits �benahm einen Teil des Trainings. Sie war es, die uns in der Babybadewanne fast, aber nur fast, ertr�nke. Sie war es die unserer Mutter immer wieder sagte, wir w�ren nur Dreck da wir M�dchen waren und keine Jungs. Diese Gef�hlsk�lte steckt man noch weg wenn einer da ist der einen liebhat. Unser Vater hatte uns lieb und war stolz auf uns M�dchen. Er hatte keine Ahnung was so alles passierte wenn er nicht im Hause war. Als Kleinkinder waren wir des �fteren im Krankenhaus oder beim Kinderarzt weil wir Verletzungen hatten die behandelt werden mu�ten. Man sah dar�ber hinweg. Kinder im Kleinkindalter tun sich eben weh. Heisses Wasser auf dem Arm? Na das passierte weil ich nachsehen wollte was auf dem Herd war. Ich war knapp 2 1/2 Jahre alt. Die erste Gehirnersch�tterung zog ich mir zu als ich aus dem Bett fiel. Nicht dass sie meinen Kopf mit ihrem Fu� getroffen hatte. Ein anderes beliebtes Spiel von ihr war mich im Keller einzusperren. Wir hatten noch einen Kohlekeller ohne Licht. Die Treppe hinunter in diesen Keller bin ich nicht gegangen sondern geflogen da sie mich runter geschubst hatte. Irgentwann war ich da immer wieder drau�en. Es gab aber auch noch Steigerungen des Ganzen. Sie schlug mit allem was sie in Reichweite hatte. Vom Kleiderb�gel �ber Schuhe, �ber den Stock vom Ofen hin zum G�rtel. Mal hatte ich eine Tasse ins Gesicht bekommen mal die Hand oder den Fu�. Da war sie sehr erfinderisch. Reichte es ihr nicht schmiss sie mich an die Wand der sonst wo hin, trat auf mich ein oder nahm andere Hilfmittel wie B�geleisen,kochendes Wasser oder auch Eisw�rfel. Ich hatte gelernt keine Schmerzen zu empfinden und auch keinen Ton von mir zu geben. Ich merkte nicht mehr, wenn etwas gebrochen war oder ich Wunden hatte.�

Ihr werdet es nicht glauben, aber nach au�en hin waren wir eine ganz normale Familie. Aber eben nur nach au�en. Da unsere Mutter auch alkoholkrank und spiels�chtig war brauchte sie st�ndig Geld. Denn unser Vater, der angeblich davon nichts mitbekommen hatte, was ich nicht glaube, hielt das Geld ihr gegen�ber etwas k�rzer. Sonst h�tten wir keine Lebensmittel mehr gehabt. Um an Geld schnell heranzukommen hatte sie angefangen uns Kinder an M�nner zu verkaufen. Dies fing noch vor der Vorschule an. Also bevor wir�5 Jahre alt waren. Ich kann mich noch sehr gut an einige davon erinnern. Ganz oft kamen die selben M�nner wieder. Und das �ber Jahre hinweg. Irgentwann merkt man sich das Gesicht. Heute noch bin ich kein Freund von Kellerr�umen da dort die "Spielwiese" dieser M�nner war. Unsere Mutter hatte nicht schlecht daran verdient. Und mit dem einen oder anderen lag sie selber im Bett. An manchen Tagen war sie gar nicht zu Hause und wir waren im Zimmer eingesperrt. Ohne etwas zu trinken oder die M�glichkeit auf die Toilette zu gehen. Wir lernten schnell wie man aus dem Fenster klettert ohne sich zu verletzen und wieder im Haus zu sein bevor es auffiel. Einer von uns stand immer Wache. Fast immer hat es funktioniert. Wenn sie uns doch erwischte, weil sie eine andere Route gelaufen war von wo auch immer, lernten wir die Schl�ge wegzustecken.

�Und nur noch ein Beispiel wie verdreht sie war.�An Geburtstagen oder Weihnachten hatte sie ihre eigene Art und Weise uns zu zeigen wie sehr sie uns hasste. Eingeladene Geburtstagsg�ste lud sie aus um uns zu zeigen, dass keiner mit uns zu tun haben will da wir nur Dreck waren. Geschenke die wir bekamen, zum Beispiel�Weihnachten oder Geburtstag,�machte sie grunds�tzlich am n�chsten Tag komplett kaputt. Nat�rlich war da kein Erwachsener bei. Aber wir Kinder sahen es. Als wir �lter wurden, wussten wir das dies geschehen wird. Die Reaktion war, dass wir an dem Geschenketag damit spielten, und am Abend alles wieder so aufbauten wie es am Anfang war. Denn am n�chsten Tag war es eh kaputt. Somit sch�tzten wir uns vor Entt�uschung. W�nsche hatte man sowieso nicht mehr. Warum auch, es hatte in unseren Augen keinen Sinn. Nur um sich f�r einen Tag daran zu erfreuen? Also lie�en wir es. Heute habe ich wieder gelernt W�nsche zu haben. Auch Geburtstag zu feiern. Denn es passiert nichts mehr und keiner tut einem weh. Ich m�chte jedem Mut machen die eigenen W�nsche, m�gen sie noch so klein sein (was ein Wunsch niemals sein kann: klein), nicht zu vergessen. Heute habt ihr ein Recht darauf. Ich bin zum Beispiel ein richtiger Fan vom "B�r im Blauen Haus", oder besser "Anteile" von mir. Es gibt da einen gro�en Stoffb�ren von. Ich habe mich nicht gesch�mt mir diesen zum Geburtstag zu w�nschen. Den wollte ich wirklich gerne haben. Ein Wunsch der fr�her unm�glich gewesen w�re. Etwas woran das Herz h�ngt hatten wir uns nicht gew�nscht. War ja zerst�rt worden. 

Aber die Zeiten �ndern sich. Und es ist vorbei. Dies m�sst ihr euch immer wieder sagen: Es ist vorbei. sollte dem nicht so sein, wende Dich bitte an eine Stelle wo Du Hilfe bekommst. Es mus nicht so bleiben. Auch Du hast Rechte. Und Deine W�nsche sind auch Rechte die Du hast. Du wirst sehen wieviel Spa� es macht diese auch in Erf�llung gehen zu sehen. Wer sagt denn, dass es ein Auto sein muss?? Niemand. Wer bestimmt denn, dass Du Dir nicht ein Stofftier w�nschen darfst?? Niemand. Wer schreibt denn vor, dass Du, in dem Du�Deine W�nsche aufgibst auch Deine Tr�ume verlieren musst?? Niemand. Gib Dich nicht auf.�Lerne wieder auf die kleinen Dinge im Leben sich zu freuen. Es macht wirklich Spa�. Wer behauptet denn , dass ein Ausflug immer mit Schmerz und Schlimmen enden muss?? Auch niemand. Gib dem Leben eine Chance. Ich habe einige Zeit gebraucht, bis ich mich wieder traute meine W�nsche in die Tat umzusetzen. Das geht auch nicht von heute auf morgen. Es braucht Zeit. Lasse Dir Zeit. Tue nur einen Schritt nach dem anderen. Alles andere w�rde nur einen Sturz zur Folge haben. Du hast Zeit. Alle Zeit der Welt. Geh doch mal wieder in einen Tierpark, oder fahre in einem Kettenkarussel. Tue Dir selber Sch�nes. Ja das geht. Ich habe es auch geschafft. Und wenn ich es schaffe, kannst auch Du es. Denke immer daran: Es ist vorbei. Es ist Vergangenheit. Klar, die Vergangenheit kann ich nicht �ndern aber ich kann die Zukunft beeinflussen. Und ich lebe im hier und jetzt. Ich weiss, es ist nicht einfach. Aber habe Mut. Du kannst es tun. Und um Hilfe zu bitten ist nicht etwas was peinlich ist, sondern etwas worauf man stolz sein darf. Die wenigsten Menschen haben den Mut um Hilfe zu bitten. Aber es ist eine Form der inneren St�rke. Ich kann nur wiederholen: Habe Mut zu leben. Es lohnt sich wirklich. 

Ein ganz "normaler" Tag

solange unser Vater zu Hause war war alles noch im gr�nen Bereich. Sobald er zur Arbeit ging drehte unsere Mutter auf. Es fing schon damit an, dass wir, wenn wir auf Toilette mussten versuchten unsichtbar zu sein. H�tte sie da uns bemerkt h�tte sie uns sofort geschlagen. Das kam leider oft genug vor.�Hat sie uns erwischt mu�ten wir wieder ins Kinderzimmer. Nat�rlich auch so still wie nur irgentwas. Sie legte sich dann wieder ins Bett aber nicht ohne uns vorher zu sagen wir sollten aufr�umen (die gesamte Wohnung). Da waren wir aber noch nicht sehr alt. Normalerweise h�tte man in dem Alter gespielt oder w�re in den Kindergarten gegangen. Wir machten uns also dann daran die K�che ein wenig aufzur�umen. Der Raum war immer besonders schmutzig. Das hatten sogar wir Kinder gemerkt. Heute h�tte�sogar das Jugendamt was dagegen. Und das dauert bis die was sagen.�So leise wie m�glich versteht sich. Klar ging so einiges dabei zu Bruch. Das zog nur wieder Strafen nach sich. Unf�hige, idiotische und schwachsinnige Kinder. Das waren so ihre Hauptworte. Man gew�hnt sich daran. Am Vormittag kamen dann die ersten M�nner. Viele schliefen mit ihr. Da war sie aber schon betrunken. In ihren Kaffe hatte sie Cognac reingetan. Und nicht wenig. Ich mochte diese M�nner noch nie. Doch eines Tages kam so einer mit ihr ins Kinderzimmer wo wir versuchten unsichtbar zu spielen. Ich mu�te mit dem in den Keller gehen und da hat der mich dann benutzt. Ich habe noch gerufen aber Hilfe kam nicht. Mir war von Anfang an klar, dass unsere Mutter das in die Wege geleitet hatte. Als es vorbei war, dachte ich nur ich will duschen, mich �bergeben, Tod sein, weglaufen. Ich tat das was ich konnte. Ich ging in einen anderen "Status" �ber. Ich wechselte innerlich. Das konnte ich schon lange. So passierte es nicht mir. F�r mich war es ein Schutz und ein �berlebensmechanismus. Heute wei� ich das, aber damals war mir das nicht bewusst. Wieder in der Wohnung sah ich, wie der Mann unserer Mutter Geld gab. Wieviel kann ich nicht sagen. Ich hatte noch kein Geldverst�ndnis. Ich wusste nur, dass es Geld war. Als der weg war musste ich wieder ins Kinderzimmer. Vorher gabs noch eine Ohrfeige die es in sich hatte. Ich wollte n�mlich nicht wieder ins Kinderzimmer. Und schon gar nicht angefasst werden. 

F�r unsere Mutter wurde es Zeit sich anzuziehen und in die Kneipe zu gehen wo sie jeden verdammten Tag in der Woche war. Au�er am Wochenende. Mittagszeit und Essen? Weit gefehlt. Das gab es meistens nicht. Nicht f�r uns. Wenn wir Gl�ck hatten, gab es Fr�hst�ck. Und hin und wieder auch Mittagessen. Ein Teller f�r zwei Kinder. Mal nicht hungrig sein kannten wir so gut wie gar nicht. Nur am Wochenende. Aber da war auch unser Vater da. Der passte da auf. Sie ging also in die Kneipe und schloss die Wohnung ab. So konnten wir nicht raus. Fenster taten es eben auch. Am sp�ten Nachmittag kam sie wieder nach Hause. Kurz bevor unser Vater nach Hause kam. Begr�t haben wir sie nciht wenn sie nach Hause kam. Das nahm sie dann als Anlass uns wieder heftig zu verpr�geln. Weinten wir dann war es egal, sind wir dabei irgentwo an ein Gegenstand geflogen war es auch egal. Wir waren Schuld, dass wir uns weh taten dabei. Und schon schlug sie noch ein bisschen mehr auf uns ein. Begr�ten wir sie weil wir am Vortag geschlagen wurden wenn wir sie nicht begr�ten schlug sie uns weil wir sie begr�ten. Es war paradox. Egal was wir taten es war verkehrt. Als unser Vater an dem Tag nach Hause kam wo einer der M�nner das erste Mal mich sexuell mi�braucht hatte, hatte ich jegliche Ber�hrung verweiert. Ich stand nur in der T�r und versuchte einzusch�tzen was passieren k�nnte. Er hat es nicht bemerkt. Ich habe einen eineiigen Zwilling und in diesem Alter konnte keiner uns auseinander halten. Ich habe Bilder aus der Zeit und kann nur sagen, auch ich wei� nicht wer wer ist. Ich schickte meine Zwillingsschwester los ihn f�r mich zu begr�en. Das habe ich in der Folgezeit noch h�ufig getan. So fiel es nicht auf, dass ich mich nach innen zur�ck zog. Um�7 Uhr abends mussten wir ins Bett und ich war froh meine Ruhe zu haben. Aber nachts kamen immer die Apltr�ume. Immer die selben in der selben Reihenfolge. Doch auch damit lernt man umzugehen.

Was auch noch an einem "normalen" Tag passieren konnte war, dass wir ekilige Sachen essen oder trinken mussten. Unsere Phantasie half uns es in etwas Sch�nes umzuwandeln. Hundefutter war dann Kekse oder Kuchen, Urin wurde zu einem k�stlichen seltenen Saft, Blut wurde zu�Wein und so weiter. Verletzungen haben wir "behandelt" in dem wir Krankenhaus gespielt hatten. Meine Zwillingsschwester hat Epilepsie, ein Anfallsleiden. Als das auftrat waren wir aber schon etwas �lter. Ich lernte schnell nicht unsere Mutter um Hilfe zu bitten. Sie wurde dabei nur geschlageb und ich mit. Ich bat ja um Hilfe. Und ich wollte nicht, dass ihr weh getan wurde. Ich fing sie also auf wenn sie dabei gefallen war, ich wusste nach einer Zeit wie ich den Anfall entkrampfen konnte und was danach n�tig war. Wie auf Toilette zu gehen und zu schlafen. Toilette war zwar nicht immer m�glich aber ich konnte auch schon als Kind die W�sche von Hand waschen ohne dass unsere Mutter es mitbekam. Sie war ja ab Mittag in der Kneipe, oder so besoffen dass sie schlief. Einkaufen mussten wir auch. Einen Einkaufszettel bekamen wir nicht mit. Vergessen durften wir jedoch auch nichts. Da wir eh noch nicht lesen konnten h�tte ein Zettel auch nicht viel gen�tzt. Aber Alkohol war immer dabei. Heute wundert es mich, dass man uns �berhaupt Alkohol kaufen lie� im Gesch�ft. Das war damals auch schon f�r Kinder verboten.�Wie heute verschlossen die Leute lieber die Augen als einzugreifen.

So und in �hnlicher Form sahen alle Wochentage aus. Falls mal unerwartet echter Besuch da war mussten wir so tun, als wenn wir die gl�cklichsten Kinder auf der Welt waren.�Klar taten wir das. Die Strafen danach w�ren zu hart gewesen. Bestraft wurden wir trotzdem denn etwas fand sie immer. Wir wussten das sowieso und stellten uns darauf ein. Man lernt sehr schnell Schmerzen abzuspalten. Sie h�tte mich, glaube ich totschlagen k�nnen und ich h�tte keinen Ton von mir gegeben. Nun fragt ihr bestimmt, warum unser Vater nicht eingegriffen hatte. Ich habe ihn mal gefragt und er sagte, er wusste nichts davon. Er wusste nur, dass sie nicht immer so war zu uns Kindern, wir waren�drei Geschwister zu der Zeit,�wie er sich das gew�nscht hatte. Von den M�nnern hatte er angeblich gar keine Ahnung. Ich glaube ihm das nicht. Die blauen Flecke und Verletzungen waren ihm bestimmt aufgefallen. Er wollte sich scheiden lassen als wir zw�lf waren damit er uns bekommt und nicht sie (Seine Worte. warum so sp�t!). Sie starb zwei Wochen nach unserem zw�lften Geburtstag. Da wir gelernt hatten nie ein Wort zu verraten sollte nicht was Schlimmes passieren redeten wir auch nach ihrem Tod kein Wort �ber alles. Ich war sogar am �berlegen ob ich ganz aufh�ren sollte zu reden. Ich wollte auf keinen Fall etwas verraten, sonst h�tten die meine Zwillingsschwester get�tet (wurde mir so beigebracht). Wir Kinder hatten ein Abkommen niemals dar�ber zu reden was so alles hinter seinem R�cken geschah. Weder von dem was direkt zu Hause geschah noch was geschah wenn wir abgeholt wurden mit dem Auto um zu der Scheune zu fahren. Da fand das ganze Rituelle (sexual-magische und sadistische Handlungen im Rahmen einer idiologischen Dnkeweise. Hier war es eine satanische Idiologie) statt. Heute fange ich an dar�ber zu reden. Und alle leben noch und keinem wird weh getan. Aber es hatte gedauert bis ich den Mut fand und die richtigen Leute kennen lernte die mir helfen konnten.

Ich m�chte Dich ermutigen zu reden oder dar�ber zu schreiben. Ich wei�, dass es in vielen Familien so aussieht und es macht mich unendlich w�tend und traurig zugleich. Kein Kind verdient es so zu leben. Kein Kind verdient es so in Angst und Schrecken aufzuwachsen. Manchmal habe ich auch heute noch sehr viel Angst. Angst dass meinem geliebtem Zwilling doch was angetan wird, Angst, dass man mir nciht glaubt aber auch Angst dass ich bestraft werde. Doch habe ich gelernt, dass es nur das ist was die k�nnen: Mir Angst machen. Ich bin frei von denen und werde es bleiben. Ich habe Freunde die zu mir stehen egal wie ich drauf bin. Ich habe einen lieben Lebenspartner der mir sehr viel bedeutet und auch gelernt hat, lernen hat m�ssen, dass meine Vergangenheit das Heute noch beeinflu�t. Ich habe mit miener Familie kaum noch Kontakt. Nur zu denen, die nicht an dem Kult beteiligt waren. Ich habe gelernt, dass die Sonne trotz allem scheint. Ja, auch f�r mich scheint. Ich habe gelernt zu leben und nicht nur zu �berleben.�Du kannst dies auch. Inzwischen ist fast alles kein Tabuthema mehr. Es ist bekannt, dass Kinder, Jungen wie M�dchen mi�braucht werden. Es gibt sehr gute B�cher und Psychologen, die sich auf Mi�brauch in jeglicher Form speziallisiert haben. Wenn�Du eine Freundin oder Freund hast, der /dem Du wirklich�vertraust spreche das�Thema doch mal an. Du wirst sehen, sie haben Dich weiterhin lieb. Es wird Dir geglaubt. Im Internet sind verschiedene Hilfegruppen. Auch die glauben�Dir. Du musst nicht alleine bleiben. Du darft um Hilfe bitten. Solltest Du nicht wissen wie Du an solche Gruppen herntreten kannst, helfe ich Dir gerne dabei.

Denn: Du hast ein Recht auf Leben. Eines, dass Dir geh�rt. Eines frei von Schmerzen und Gewalt. Wage den Schritt und nimm Dir das Recht.���

Entf�hrungen

Nachdem unsere Mutter verstorben war dachten wir Kinder nun h�tte es aufgeh�rt. Uns war schon klar, dass alles mit ihr zusammen hing. Dem war leider nicht so. Im selben Monat noch, also keine vier Wochen sp�ter, waren meine Zwillingschwester und ich auf dem Weg nach Hause vom Kinderzentrum (so etwas �hnliches wie ein Jugendzentrum nur eben f�r Kinder) als ein weisser Merzedes neben uns anhielt, ein Mann heraus sprang den ich vom sehen her auch kannte, der mich dann versuchte ins Auto zu zerren. Da meine Zwillingsschwester geistig behindert ist, war mein einziger Gedanke sie heil nach Hause zu bringen. Ich wehrte mich mit H�nden und F�en. Was gar nicht so einfach war, da ich Rollschuhe an hatte. Die hintere T�r war ge�ffnet und ich sah einen blauen Plastiksack hinten liegen. Ich wu�te, wenn die es schaffen mich in den Wagen zu bekommen, komme ich vielleicht nie mehr nach Hause. Da ich mich um Sorge wegen meiner Zwillingsschwester extrem gewehrt hatte, schaffte der Mann es nicht, mich schnell genug ins Auto zu zerren. Obwohl er aus dem Auto gestiegen war und sich im direktenm "Kampf" mit mir befand. Ich rief nat�rlich um Hilfe. Gegen�ber der Stelle an der es passierte war eine Bushaltestelle. Ich kann mich sehr genau daran erinnern wie voller Menschen sie war. Ein Bus war mal wieder ausgefallen. Und es war sehr hei�. Eben Hochsommer. Aber glaubt ja nicht, dass auch nur einer geholfen h�tte. Jeder tat so, als wenn nichts, aber auch gar nichts Ungew�hnliches passierte. Jeder schaute weg. Als die beiden M�nner wieder ins Auto gestiegen und sehr schnell weggefahren waren rannten wir beide immer noch voller Angst nach Hause. Das tragische an dieser ganzen Sache war f�r mich nicht die versuchte Entf�hrung. Klar, es war eine bedrohliche und angsmachende Situation. Und ich habe sehr lange gebraucht diese Stelle ohne Herzklopfen wieder zu passieren. Das Schlimmste war, dass ich es nat�rlich unserem Vater erz�hlte und er hatte uns nicht geglaubt. Er sagte, wir sollten nicht so ein Bl�dsinn erz�hlen. Dieser Schock, dass er es nicht glaubte war schmerzvoller als die versuchte Entf�hrung. Welches nur die Erste von mehreren sein sollte. Die anderen Versuche dieser Leute habe ich nicht mehr erz�hlt. Ich wusste jedoch von diesem Tag an, dass es nicht vorbei war, sondern es mit jedem Tag weiterhin ums �berleben geht. Da ich bis zu jenem Tag immer mal wieder versucht hatte Hilfe zu holen, was jedesmal schief ging, habe ich diesen Vorfall in mir selber vergraben. Ich hatte aber immer ein Auge auf meine geliebte Zwillingsschwester. Ihr durfte nichts passieren. Somit hatten sie mal wieder mein Schweigen sicher. Ich hielt still. Und das sollte wohl auch erreicht werden bei diesem ersten Versuch. Tagelang wurde ich auf dem Weg zur Schule von Kultleuten beobachtet und angesprochen, um die Warnung aktiv zu halten: Ein Wort und Du und dein Zwilling seid tot.

Der zweite Versuch war zwei Jahre sp�ter. Da war ich 14 Jahre alt. Wieder mit einem Mercedes, nun war der gr�n. Ich war auf dem Weg nach Hause von der Schule aus, als dieses Auto neben mir hielt und mir gesagt wurde ich m�chte doch bitte ins Auto steigen ansonsten w�rde mir was passieren. Die Waffen waren sichtbar gehalten worden. Ob es echte Waffen waren kann ich nicht sagen. Aber die Wirkung war die Selbe wie bei echten Waffen. Die drei M�nner kannte ich von fr�her. Der eine hatte mich immer abgeholt wenn es zu den Orten ging wo die Rituale abgehalten wurden. Ich glaube ich brauche nicht zu sagen ,dass mein Herz mich verlie�. Aber dennoch war ich nicht ins Auto gestiegen sondern zum n�chsten Hauseingang gerannt und habe alle Klingelkn�pfe�gedr�ckt. Ich konnte schnell sein wenn ich mich bedroht f�hlte. Gott sei Dank war jemand in dem Haus zu Hause. Das hatte mich bei diesem Versuch gerettet. Allerdings wurde ich daraufhin sehr vorsichtig.�Ich wu�te ja nie, ob es wieder passiert oder nicht.

Zwei weitere Versuche von den Kultleuten wurden versucht�als ich 17 Jahre alt war. Einmal rannte ich wieder in einen Eingang, diesmal ein Hochhaus, und das andere mal versteckte ich mich im nahen Wald. Beide male hatte ich wieder Gl�ck, dass es nicht dazu kam.�Doch die Warnung dahinter habe ich durchaus verstanden.

Der n�chste Vorfall hatte nichts mit den Kultleuten zu tun. Ich dachte es nur am Anfang. Ich fuhr mit dem Nachtbus einer Gro�stadt nach Hause. Wir wohnten zu der Zeit sehr weit drau�en umgeben von Wald und Feldern. Ich f�hlte mich beobachtet und drehte mich um. Da sah ich dann diesen Mann und es gingen innerlich sofort alle Warnglocken an. Irgentetwas war an dem Mann bekannt. Ich konnte es nur nicht einordnen. Statt dann bis zur eigentlichen Busstation zu fahren stieg ich in einem dichten Wohngebiet, ca 2 km vom Haus meines Vaters entfernt, aus und lief dort umher. Auf der Suche nach einem Fenster das noch Licht hatte. Und wieder hatte ich Gl�ck. Es brannt Licht, sogar ganz in der N�he der Busstation. Der Mann konnte nicht so schnell reagieren als ich ausstieg. Ich hatte dem Fahrer bescheid gesagt, dass dieser Mann mich bedroht und verfolgt und er mich bitte rauslassen sollte wenn er ein Haus mit Licht im Fenster sieht. Da der Mann hinten sa� hatte er einen weiteren Weg zur T�r als ich es hatte. Ich stand bereits an der vorderen T�r. Der Busfahrer lie� mich raus und fuhr sofort weiter. Noch heute bin ich diesem Busfahrer dankbar. ER hatte mir das Leben gerettet ohne es zu wissen. Dieser Mann war nicht vom Kult sondern ein Sexualstraft�ter. Da waren noch zwei junge Frauen im Bus, die nichts bemerkt hatten. Die stiegen an der Haltestelle aus, wo ich auch rausgemu�t h�tte, was auch Endstation der Route war. Der Mann ebenfalls. Zur n�chsten Wohnsiedlung mu�te jeder durch eine Waldgebiet. Dort hatte er beide M�dchen �berfallen, vergewaltigt, eines schwer verletzt und das andere get�tet.�Tage sp�ter wurde der Mann gefasst und vor Gericht gestellt. Er war bereits gesucht worden. Wie gesagt, der umsichtige Busfahrer rettete mir das Leben.

Wenn Du so bedroht wirst, sch�me Dich nicht um Hilfe zu bitten. Versuche nie alleine zu sein, geh zur Polizei, rede mit Freunden dar�ber. Oder wie ich mit dem Busfahrer. Du darfst auch eine Anzeige aufgeben bei der Polizei. Es ist Dein gutes Recht dies zu tun. Nun, ich habe keine Anzeige erstattet, und wie beschrieben wurde mir auch nicht geglaubt, aber das ist nicht der Regelfall. Ich war nicht zur Polizei gegangen da ich Angst um meine Schwester hatte. Heute� wei� ich ,dass� dies ein Fehler war. Ich h�tte aktiv werden k�nnen anstatt zu schweigen. Jeder Mensch hat das Recht in Sicherheit zu Leben. Das schlie�t auch Drohungen jeder Art ein. Vertraue mir, es gibt Hilfe. Bist Du noch minderj�hrig wende Dich an den Kinderschutzbund. Bist Du erwachsen wende Dich an die Polizei Sozialarbeiter oder Pastoren. An Nachbarn, Freunde oder aber auch Wildfremde auf der Stra�e.

Es ist Dein Recht Hilfe zu erhalten.

�Es ist Dein Recht nicht zu Schweigen. Habe Mut und durchbreche es. 


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