Achtung:

Ich werde hier nicht mit den sogenannten Spoilern arbeiten (in den Wörtern statt Vokale Sternchen einsetzen). Wer also Schwierigkeiten hat mit diesem Thema sei bitte vorsichtig beim Lesen ! Es wird teilweise detailiert erklärt.

 

 Definition Folter

“1. Unter Folter im Sinne dieser Erklärung ist jede Handlung zu verstehen, durch die eine Person von einem Träger staatlicher Gewalt oder auf dessen Veranlassung hin vorsätzlich starke körperliche oder geistig-seelische Schmerzen oder Leiden zugefügt werden, um von ihr oder einem Dritten eine Aussage oder ein Geständnis zu erzwingen, sie zu bestrafen oder sie oder andere Personen einzuschüchtern. Nicht darunter fallen Schmerzen oder Leiden, die sich lediglich in einem mit den Mindestgrundsätzen für die Behandlung von Gefangenen zu vereinbarenden Maß aus gesetzlich zulässigen Zwangsmaßnahmen ergeben, diesen anhaften oder als deren Nebenwirkungen auftreten.

2. Die Folter ist eine verschärfte Form absichtlicher grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe.”

Definition von Folter (Anti-Folterkonvention der UN von 1984)

 Beispiele

Da die Schilderungen eigene Erfahrungen wiederspiegeln, können sie nicht objektiv geschrieben sein noch vollständig wieder gegeben werden. Ich möchte jedoch den Leser dieser Homepage wachrütteln, dass satanistischer ritueller Mißbrauch auch satanistische rituelle Folter enthält. Vieles habe ich außer Acht gelassen da mir schlichtweg die Worte fehlen es zu bescheiben und Einiges ist schon unter den Punkten "Ritueller Mißbrauch" und "Programmierungen" beschrieben.

physische (körperliche) Folter

Ein Mensch kann bis zu einem bestimmten Grad Scherzen erdulden und aushalten. Diese Gruppe, in der ich meine "Erfahrungen" sammeln durfte kannte diesen Grad sehr genau. Unter Wasser gehalten zu werden bis man ohnmächtig wird oder der Lebenswille aufgegeben wird war eines der Folterungen die wir Kinder über uns ergehen zu lassen hatten. Dies klingt erst einmal recht "harmos" wenn ich es so aufschreibe. Aber es bedeutete, dass ich um mein Leben bis aufs Ärgste kämpfte. Die Todesangst, die dahinter steht ist gewaltig. Der Griff des Mannes zu stark um frei zu kommen. Gedanken wie "Ich muss hier weg sonst sterbe ich" sind die einzigen, die ich noch denken konnte. Bloß keine Luft holen. Sonst erstickt man. Der Körper tut insgesamt weh und die Lungen senden Schmerzen aus. Wirkliche Schmerzen bis hin zum Krampf. Das Kann sich keiner so richtig vorstellen, der dies nicht erlebt hat. Man hört das Blut in den Ohren rauschen, fängt an irgentwas an Dingen zu sehen auf Grund des Sauerstoffmangels die gar nicht da sind. Und immer wieder: "Bloß nicht atmen. Wasser kann man nicht atmen." Gnadenvoll setzt dann nach der Aufgabe des Lebenswillens die Ohnmacht ein. Ja, richtig gelesen, es blieb nur noch das resignieren um zu sterben. Aufhören zu kämpfen um zu leben. Ich willigte ein zu sterben (innerlich). Und genau da war der Grad erreicht den die Leute nicht überschritten haben und auch nicht überschreiten durften sollte ich nicht sterben. Ich hätte sonst Wasser eingeatmet. Völlig erschöpft, da es körperliche Höchstleistung bedeutete und seelisch schwer erschüttert "Warum dies?" und auch voller Angst blieb ich bewegungslos aber wieder bei Bewußtsein liegen. Es war mir egal was noch alles passieren könnte. Schlimmeres konnte ich mir nicht mehr vorstellen. Der Tod war sehr nahe gewesen und damit auch alles andere in den Hintergrund gerückt.  Passiert so eine Behandlung öfters gibt ein Kind sich Schritt für Schritt auf. Läßt alles über sich ergehen. Dies ist eine Methode die gerne angewandt wird um den Lebenswillen zu brechen. Und ich kann euch sagen, es funktioniert.

Körperliche Schmerzen zuzufügen ist genauso beliebt. Jeder kennt an sich selber wie es ist sich zu verletzten. Wie dies sich anfühlt. Und bis zu einem bestimmten Grad ist auch dies wieder erträglich und auszuhalten. Diese Grenze kann überschritten werden und wird von den Tätern überschritten.  Zum Beispiel einen Bruch eines Knochens. Es tut weh wie als wenn einer mit einem Messer hineinsticht und in der Wunde noch ein wenig herumrührt. Sich etwas zu brechen kennen viele. Und den Schmerz, der damit verbunden ist auch. Diese Täter führen teilweise bewußt solche Verletzungen bei und achten darauf, dass das Kind, oder eine andere Person die betroffen ist, dies voll mitbekommt. Es ist kein Unfall, also auch keine Schocksituation und die Reaktion darauf. Man sieht kommen was passiert aber man kann sich dennoch nicht dagegen wappnen. Ein klassisches Beispiel ist, wenn ich brutal geschlagen wurde, was eigentlich täglich vorkam. Jeder Schlag führte zu einem Bluterguß nicht gerade kleinem Ausmaßes. Das sind harmlose Schmerzen. Kritisch wurde es, wenn ein Fuß verdreht wurde bis die Kugel aus dem Gelenk sprang, oder das Schlüsselbein ausgerenkt wurde. Diesen Schmerz kann man nur beschreiben mit eine glühende Speerspitze die ins Fleisch getrieben und dann mehrmals um sich selbst gedreht wurde. Es ist unvorstellbar und schwer zu beschreiben. Was da in einem vorgeht ist vielschichtig. eines ist jedoch übermächtig. Der Wunsch es möge aufhören. Sie (die Täter) mögen aufhören. Schreit man vor Schmerz wird es noch grausamer und heftiger. Soweit, dass man wirklich bunte Sternchen sieht (in meinem Falle war es immer die Sonne als gelber Punkt weit entfernt). Einen klaren Gedanken kann man dann nicht mehr denken. Zu stark ist der Schmerz den man spürt. Und dann hat man als Betroffene nur wieder die Chance ohnmächtig zu werden oder aber den Schmerz zu unterdrücken. Ja das ist möglich. Der Schmerz ist plötzlich nicht mehr da und man denkt nur es passiert aber nicht mir. So ähnlich wie die todesähnlichen Erfahrungen. Der Verstand verabschiedet sich und verläßt den Körper. Das geht tatsächlich unter diesen Extremsituationen. Und man weiß es hört nicht auf. Also blieb mir nur die Wahl vor Schmerzen verrückt zu werden oder aber das Schmerzempfinden zu unterdrücken. Ich wählte Letzteres.

Beliebt waren auch Gegenstände. Nadeln hinterlassen keine bis kaum sichtbare Narben. An manchen Stellen am Körper merkte ich sie kaum aber es gab andere Stellen am Körper wo eine Nadel Höllenschmerzen verursacht. Festgebunden oder auch festgehalten gab es auch da wieder kein Entrinnen. Und jede neue eingestochene Nadel tat mehr weh. Bis der Anblick dieser Gegenstände der reinste Horror darstellte. Immer und immer wieder wiederholt wirklich eine Qual. Jeder kann sich dies vielleicht vorstellen. Man piekst sich mit der Nähnadel oberflächlich in den Finger. Das tut schon weh. Aber nun mußt Du Dir vorstellen diese Nadel wird tief in die Fingerkuppe gerammt. Finger ist nur eines der vielen Punkte wo diese Folter große Schmerzen verursachen kann. Und ohne Ausweg dass die Täter aufhören noch dass man weglaufen kann. Hitze und Kälte können auch benutzt werden. Kälte ist so in etwa noch einigermaßen zu ertragen. Man friert, dann fängt die Kälte an weh zu tun bis hin zu sehr starken Schmerzen und dann wird man müde. Ich wollte damals immer einschlafen nur das durfte ich natürlich nicht. Durch Gewaltanwendung wurde ich daran gehindert. Bis ich wirklich nicht mehr konnte und einschlief. Für mich war es eine Erlösung jedesmal. Heute weiß ich, dass die Täter mich jedesmal in einen beheizten Raum brachten. Erfrieren sollte ich nun auch nicht. Und bleibene Schäden waren nicht erwünscht. Das Aufwachen war allerdings keine Freude sondern ebenfalls mit Schmerzen verbunden. Und keiner der einen festhielt und tröstete. Keiner der die Blutzirkulation vorsichtig in Wallung wieder brachte. Oftmals in einen Käfig aus Metall gesperrt musste ich alleine mit den Schmerzen fertig werden die so eine Unterkühlung mit sich bringt. Jeder kennt dies. Man spielte im Schnee, baute einen Schneemann ohne Handschuhe und die Finger froren bis sie weh taten. Auch das warm werden der Finger tut weh. Kennt wohl jeder Mensch. Nun sind das aber nicht nur die Hände die weh taten sondern der ganzen Arme, die Beine, die Ohren. Und Kopfschmerzen bekommt man auch ziehmilch heftige. Ein Laut von uns geben durften wir Kinder natürlich nicht. Das hätte in jedem Fall Strafen nach sich gezogen. Also versuchten wir uns unter diesen Schmerzen so normal wie möglich zu verhalten. Sofern dies überhaupt möglich war. Auch hier wußten diese Leute sehr genau es nicht zu weit zu treiben. Sofern mir bekannt ist hat keiner von uns sichtbare Narben dieser Tortur. Hitze ist genauso grausam nur der Schmerz kommt schneller. Und es ist auch egal als Kind ob der brennede Gegenstand groß oder klein ist. Es tut weh sich zu verbrennen. Und sei die Stelle noch so klein. Verbrennungen hinterlassen Narben ab einem bestimmten Grad. Sie, die Täter, haben jedoch aufgepasst, dass diese Narben klein blieben. Sonst hätte es Schwierigkeiten gegeben. Aber zu wissen was gleich geschieht, zu wissen welcher Schmerz gleich zu erwarten ist, diese Vorstellung allein hat schon ausgereicht uns Kinder in Panik zu versetzten. Und nur weil wir festgehalten wurden konnten sie uns dies antun. Stelle Dir vor, jemand bindet Dich zum Beispiel an einen Stuhl fest und erhitzt mir einer Kerze oder kochendem Wasser ein kleines Obstmesser. Dieses Messer presst die Person dann auf Deinen Bauch. Aber wehe Du schreist auf vor Schmerz. Dann wirst Du noch getreten oder heftig geschlagen. So ähnlich kann man sich das vorstellen. Ausweglos und sehr bedrohlich mit hohen Schmerzen verbunden. Manche sind todesnahe Erfahrungen, manche hart an der Grenze verrückt zu werden. Und manche erscheinen sogar ganz normal wie mal wieder nichts zu Essen zu bekommen oder nichts zu trinken. Schlafentzug wird auch gern genommen. Es gibt eine unendliche Vielzahl physische Folter anzuwenden. Aus der Presse kennst Du bestimmt so einige Berichte. In einigen Gruppierungen ist dies Gang und Gebe und zur Perfektion entwickelt. Für die Person die gefoltert wird bedeutet es immer ein Kampf ums überleben. Kinder, so wie ich eines war, können nicht überblicken ob es zum Tode führt oder nicht. Verstehen nicht warum es geschieht. Man weiß nur, es tut weh, hört nicht auf und ist übermachtig. Um nicht gänzlich innerlich zu zerbrechen zieht ein Kind sich dann in sich selber zurück. Läßt alles mit sich geschehen nur um zu überleben. Wie shcon erwähnt, ein Kind weiß nicht, dass die Qualen nicht zum Tode führen da dies selten erwünscht ist. Es gibt auch hier wieder Ausnahmen. Da werden Kinder zu Tode gefoltert. Soviel erst einmal zur physischen Folter.

psychische (geistig-seelische) Folter

Ein Feld in dem viele Versuche durchgeführt wurden und wird. Ein Beispiel dürfte jedem bekannt sein. Eine Gruppe Säuglinge wurde in zwei Gruppen aufgeteilt. Der einen Gruppe wurde jede Aufmerksamkeit zu teil die es braucht. Die andere Gruppe wurde nur versorgt. Keine Liebkosungen, keine Aufmerksamkeit. In der zweiten Gruppe sind die Säuglinge gestorben. Psychische Folter kann den Tod zur Folge haben. Wir Kinder wurden statt in den Arm genommen zu werden wenn wir mal gefallen waren bitter geschlagen. Dies ist ein Schlag in das Vertrauen des Kindes zu der beschützenen Person. In unserem Fall war es die Mutter. Angefasst wurden wir von ihr nur, wenn sie uns schlug oder sonst wie quälen konnte. Dies ist auch schon psychische Folter. Aber darauf wollte ich gar nicht hinaus. Wie verdreht das Denken innerhalb so einer Kult-Gruppierung ist zeigt unter anderem folgende Beschreibung: Ich versuchte nach außen hin Hilfe zu erhalten. Wollte weg von zu Hause. Nur weg von den immer wiederkehrenden Dingen die zu schrecklich waren um sie wirklich zu begreifen. Ich wandte mich leider an die falsche Person und es wurde innerhalb dieser Gruppe bekannt dass ich weiter erzählt hatte obwohl dies eine "Todsünde" gewesen ist. Uns Kindern wurde eine richtige Gehirnwäsche zu teil. Zu klein um zu erkennen, dass gelogen wurde. Mir wurde erzählt und auch glaubhaft gemacht durch Tricks, dass Krähenvögel die Augen Satans waren und alles sehen und hören. Da es sehr viele dieser wunderschönen Tiere gibt (Heute sind sie für mich wieder shön. Jahrelang jedoch verband ich mit diesesn Tieren nur den reinsten Schrecken) fühlte ich mich immer beoobachtet. An jenem Tag, als ich um Hilfe bat wurde mir bei der Zusammenkunft sofort erzählt dass diese Krähe, die da auf dem Altar festgebunden war, berichtet hätte ich hätte geredet. Diese Krähe wurde grausam getötet mit den Worten "Sie hat es nicht verhindert, dass ich rede". Somit wurde mir die Schuld an dem Tod dieses Tieres gegeben. Das Schuldgefühl lastete also auf meinen Schultern unfähig zu sehen, dass es so eine Art Gehirnwäsche war, denn ich war gar nicht Schuld an dem Tod des Tieres. Es hat mich Jahre gekostet dis zu erkennen. Der Tötung dieses Tieres schloß eine körperliche Bestrafung an. Psychisch wurde ich darauf trainiert "Krähen sehen und hören alles. Wenn sie nicht sterben sollen halte ich beser meinen Mund". Eine ganz fiese Sache, da man als Kind dem wirklich hilflos ausgesetzt ist. 

Es gab noch andere Methoden. Ich wurde auf die Stufe eines Hundes gesetzt. Das heißt Hundefutter essen, natürlich aus dem Napf aus dem auch der anwesende Hund aß. Man gut, dass Hundefutter nicht giftig ist. Sonst wäre ich nicht mehr am Leben. Die seelische Folter vollzog sich mehr im Elternhaus als auf den Kult-Treffen (ich nenne es heute Kult). Zu Hause wurde mir vermittelt nicht wert zu sein zu atmen, überhaupt zu leben. Ich hörte ständig "Du bist eine Strafe für mich" - "Du störst" - "Du taugst nichts" - "Jemanden wie Dich kann keiner lieben" - "Wie siehst Du wieder aus.... (negativ gemeint)" - "Du bist zu blöd um Dir die Schuhe zuzubinden (ich war da ca. 3-4 Jahre alt)" und so weiter und so weiter. Der Erfinderreichtum unserer Mutter und auch Großmutter mütterlicherseits waren da keine Grenzen gesetzt. Ein Kind, das dies immer und immer wieder täglich hört glaubt es. So ging es mir. Ich glaubte eine Belastung zu sein. Nicht wert zu leben. Dies hatte zur Folge, dass ich bereits mit fünf Jahren versuchte zu sterben. Ich hielt die Luft an in der Hoffnung ich höre auf zu atmen. Leider habe ich es nicht geschafft damals (heute bin ich dankbar das ich lebe und ich lebe auch gerne). Es folgten noch weitere Versuche Selbstmord zu begehen. Mein Selbstwertgefühl war bereits komplett zerstört bevor ich in die Schule kam. Berührungen, körperlich, taten mir weh auch wenn sie positiv gemeint waren. Somit hielt ich so gut es ging Abstand zu anderen Menschen. Was bedeutet dies für ein Kind? Was hat es für mich bedeutet? Denn wiederum klingt dies erst einmal "harmlos" so aufgeschrieben. Es bedeutete keinem Menschen zu vetrauen. Mit Schmerzen, nicht bewußt herbeigeführte sondern durch, zum Beispiel, stolpern aufgeschlagene Knie, selber fertig werden zu müssen. Es war keiner da der einem half. Bat man um Hilfe wurde man nur geschlagen und verächtlich mit Worten niedergemacht (zu blöd um...). Es bedeutete sich in sich selber zurückzuziehen. Denn die Welt bedeutete Gefahr. Über längere Zeit diese verachtene und schmerzliche Behandlung zu erfahren führt dazu innerlich zu zerbrechen. Innerlich abzustumpfen bis hin innerlich zu sterben. Nach außen hin funktioniert man. Das war aber auch alles. Ich wurde zu einem Kind, dass selten bis gar nicht gelacht hat, zu ernst war. Woher hätte ich auch wissen können, dass das Leben als Kind Spaß machen kann? Für mich war da kein Spaß. Woher hätte ich wissen können, dass ein Kind geliebt werden sollte? Außer von unserem Vater, der in der Woche kaum zu sehen war und am Wochenende lieber zu seinen Freunden flüchtete, erfuhr ich nicht was es bedeutete erwünscht zu sein. Wäre unser Vater nicht gewesen, hätte auch ruhig Weihnachten ausfallen können. Es wäre besser ohne gewesen. Unsere Mutter hatte auch sehr deutlich gemacht, dass wir Kinder bitte unsichtbar zu sein haben wenn sie Besuch hatte. Sie wollte nicht blamiert werden, so ihre Worte. Daraus zog ich, dass ich außer Negativem nichts, aber auch gar nichts zu bieten hatte. Und wenn man als Kind ständig hört ein Kind Satans zu sein glaubt man es. Als Kind weiß man nicht ob Aussagen von Erwachsenen stimmen oder nicht. Erwachsene wissen alles. Bis man selbst es feststellt, das dem nicht so ist. Alles, was meine Mutter und diese Leute aus dem Kult sowie die diversen Männer, die mich im eigenem Elternhaus mißbrauchten, mir antaten hatte ich mir selber zuzuschreiben. Mir wurde beigebracht es war meine Schuld. Und ich glaubte es. Sehr viel später hatte ich erst verstanden, warum meine Mutter immer Geld von den Männern bekam waren sie mit mir "fertig".

Die Folge dieser jahrenlangen Behandlung war, dass ich alles in mir selbst vergrub. Nach außen hin war ich stark, prügelte mich in der Schule, steckte auch Prügel ein, log die Lehrer an, schwänzte die Schule schon in der dritten Klasse und so weiter. Innerlich habe ich geschrien. So laut, dass es teilweise die Wirklichkeit überdeckte. bis auch dieser stumme Schrei verstummte. Als ich Teenager war, das war Jahre nachdem unsere Mutter verstorben war (immer noch ein freudiger Festtag für mich bis heute), hörte ich tatsächlich auf zu sprechen. Ich hatte der Welt nichts zu sagen. Und hätte ich gesprochen was hätte ich getan außer den stummen Schrei zu schreien, laut werden zu lassen. Dieses stumme nach Hilfe rufen hatte leider keiner verstanden. Aber mir half es alles soweit es ging weit innen drin zu vergraben. So weit, dass ich es selber nicht mehr wußte. Heute bin ich dankbar, dass ich die Chance hatte und habe nicht mehr stumm zu sein.

Seelische Folter beinhaltet sehr oft körperliche Folter. Bei mir war es so. Es ging Hand in Hand.  Erniedrigungen während der "Versammlungen, zum Beispiel in Käfige oder Ähnlichem gesteckt zu werden, meißt unbekleidet gehörte genauso dazu wie die Vergewaltigungen teilweise brutalster Art. Auch das unbekleidet sein vor einer Gruppe fremder Menschen ist ein Demütigung, die nur sehr schwer zu ertragen ist. Bei Tieropferungen jeglicher Form haftete tagelang das Blut an meinen Körper. Ich fühlte mich schmutzig durch und durch. Dazu kam, dass ich mich schuldig fühlte, dass dieses oder jenes Tier gestorben war. Immerhin tat ich es "selber". Führte den Tod herbei. Folterungen haben unterschiedliche Ziele. Ein Ziel ist es die gefolterte Person zu brechen. Ein anderes Ziel ist es die Macht auszuspielen über eine Person die sich nicht wehren kann. Bei mir kam beides zusammen. Und ich war mehrmals sehr oft davor aufzugeben. Aufzugeben zu kämpfen für mich selber. Aufzugeben zu leben. Heute sage ich, sie haben mich alle unterschätzt. Und das ist auch gut so. Es gibt Kinder, die vollständig zerbrechen an dem was ihnen angetan wird. Manche bringen sich um, manche können nicht ihren Alltag als Erwachsene bestreiten. Manche gehen seelisch so kaputt, dass es sehr schwer ist überhaupt an das innere des Kindes, oder des Erwachsenen heran zu kommen. Sie selber erlauben es nicht einmal sich selbst.  Ich weiß, es tut verdammt weh sich dem zu stellen. Doch es gibt Hoffnung. Eines Tages tut es nicht mehr so doll weh. Und irgentwann ist es "nur" noch eine Erinnerung. Glaube mir, ich zweifel selber sehr viele meiner Erinnerungen an. Denn ich will mir nicht vorstellen, dass Menschen dies tun können. Leider tun sie es. Trotz allem sage ich: Es ist schön am Leben zu sein. Gut, dass sie mich damals nicht getötet haben noch dass es geklappt hat dass ich mich umbringe. Auch Du kannst wieder lernen, dass das Leben lebenswert ist. Langsam Schritt für Schritt. Es braucht seine Zeit. Doch gib bitte die Hoffnung nicht auf. Es lohnt isch zu kämpfen.  !!

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